Craft-Beer-Bewegung


Frustriert von der schlechten Qualität und der geringen Vielfalt der Bierauswahl entwickelte sich die Craft-Beer-Bewegung in den 70er Jahren im UK und den USA. Es entstanden zuerst sogenannte Mikrobrauereien (engl. microbreweries): kleine, in der Regel private Brauereien, die speziellere und geschmackvollere Biere für einen sehr lokalen Bedarf brauten. In den USA entwickelte sich daraus ein eigenständiger Teil der Bierindustrie. Craft Breweries vertrieben dort überregional eine Vielzahl von innovativen Biersorten. Der Marktanteil in den USA liegt allerdings auch nach 40 Jahren noch bei nur 5 bis 7 %. Die Craft-Beer-Bewegung ist verantwortlich für die Entwicklung neuer Bierarten, Hopfensorten und Brauverfahren. Sie ist inzwischen weltweit in verschiedener Ausprägung anzutreffen. Deutschland hing dieser Entwicklung lang hinterher. Auf Grund der hervorragenden technischen und theoretischen Ausbildung deutscher Braumeister entwickelt sich die Szene hierzulande allerdings sehr schnell. In Dänemark beispielsweise ist das traditionelle Microbrewing noch sehr angesagt. Es gibt dort ca. 1500 Kleinstbrauereien.