Reinheitsgebot


Das ursprüngliche Reinheitsgebot wurde im April 1516 von Herzog Wilhelm IV. In Ingolstadt erlassen, galt für ganz Bayern und legte fest, dass für das Herstellen von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden durfte. Die Rolle der Hefe war damals noch völlig unbekannt. Auf das klassische Reinheitsgebot wird von großen Braukonzernen heutzutage gerne aus Marketinggründen hingewiesen. Was die Rechtslage betrifft müssen sich Brauer, die ihr Bier verkaufen wollen, aber mittlerweile an das Vorläufige Biergesetz von 1993 halten. Darin heißt es, dass für die Herstellung von untergärigem Bier nur Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser verwendet werden darf. Bei obergärigem Bier ist auch die Verwendung von anderem Malz und die Zugabe von technisch reinem Rohr-, Rüben- oder Invertzucker sowie von Stärkezucker und aus Zucker der bezeichneten Art hergestellten Farbmitteln gestattet.