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Was ist dran an männlichen Stereotypen?


Was ist dran an männlichen Stereotypen?

Er ist stark, unabhängig, verdient mehr Geld als sie und hat eine Harley-Davidson in der Garage stehen. Wortkarg und verschlossen verbringt er mehr Zeit im Büro als mit der Familie. Autofahren, einparken, Technik alles das liegt ihm. Nach dem Weg fragen oder Multitasking eher weniger. Der Mann als Sinnbild des gefühlkalten Erzeugers und Ernährers. Ist das wirklich noch ein zeitgemäßes Bild vom sogenannten starken Geschlecht?

Heutzutage ist es kein Geheimnis mehr, dass sich unsere Geschlechtergrenzen zunehmend verwaschen. Männer sind anscheinend auf dem Weg weicher zu werden, Frauen dagegen härter. Versteht man die unterschiedliche biologische Entwicklung von Männern und Frauen, sind Männer gar nicht so anders, sondern nur anders im Nehmen. Sind also alle Klischees nur ein reiner Mythos? Stereotypische Aussagen wie Männer sind Technikfreaks und weinen nie, vermeiden es zu putzen, sind dafür aber umso öfter in der Bar mit ihren Freunden anzutreffen anstatt mit der Liebsten auf Shoppingtour zu gehen – sind das nun nur Vorurteile oder doch Wirklichkeit?

Die Vielzahl und Wahrhaftigkeit der unzähligen Klischees wird nicht nur fleißig von Frauen diskutiert, sondern auch von Männern. Denn vieles ist nicht so wie es scheint. Die Sehnsucht nach Nähe zum Beispiel besteht bei Mann und Frau gleichermaßen. Auch sind Verhalten und Empfinden des Einzelnen individuell und können daher nicht generalisiert werden.

Männer wird nachgesagt, dass sie zielstrebiger sind als Frauen und durch die Familie vernachlässigen. Doch die meisten Männer sich über ihre Rolle als Familienmensch bewusst sind und verbringen nicht unbedingt freiwillig die meiste Zeit auf der Arbeit oder im Büro, sondern eher aus gesellschaftlichem Druck. Immer mehr Männer beteiligen sich aktiv an der Elternzeit und sind sehr wohl in der Lage Gefühle zu zeigen, besonders wenn es um die Familie und den Nachwuchs geht.

Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass sich viele der Klischees nicht bestätigen und mittlerweile realitätsfremd sind. Denn das Rollenbild des Mannes hat sich definitiv gewandelt, der Mann von heute ist nicht in erster Linie Versorger, sondern Beschützer, Liebhaber, Gefährte und aktiver Vater. Aber sind wir doch mal ehrlich, was bleibt übrig vom Geschlechterkampf, wenn wir ihm nicht ab und zu auch mal eine Auszeit gönnen und ihn so sein lassen wie er ist, ein hartarbeitender, liebender, im Stehen pickelnden, technikbegeisterter Mann, der im Kreise seiner Geschlechtsgenossen ein deftiges Spanferkel und ein kaltes Bier bei einem Männerabend genießt. Gönnen wir es ihm, denn jeder große Held braucht ab und an etwas Entspannung und eine Auszeit von der anspruchsvollen Welt da Draußen.


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